Die richtige Gartengestaltung – Planen, Anlegen, Pflegen

Ein schöner Garten ist stets eine Bereicherung für jedes Haus, ob ein kleiner Vorgarten im Reihenhaus oder ein großer Nutzgarten auf einem Bauernhof; die Größe spielt dabei oft eine geringere Rolle, für die meisten Menschen ist die Freude an der Gartenarbeit ausschlaggebend. Am Anfang einer sinnvollen Gartengestaltung stehen zunächst Information und Planung. Anregungen für den eigenen Garten liefert z.B. ein Besuch bei Nachbarn oder Freunden, auch Botanische Gärten oder die Landes- und Bundesgartenschauen sind hilfreiche Informationsquellen; im Winter kann man sich zusätzlich mit Fachbüchern auf die kommende Gartensaison vorbereiten. Die entscheidenden Faktoren bei der Gartenplanung sind das vorhandene Grundstück und die individuellen Wünsche (z.B. Schwimmteich, Gartenpavillon, Gerätehaus); aus den örtlichen Standortbedingungen wie Größe, Morphologie, Bodenbeschaffenheit, vorhandener Bewuchs, Hangneigung und Exposition können sich Einschränkungen im Hinblick auf gestalterische Elemente (z.B. Gartenteich) oder bestimmte Pflanzen ergeben. Ebenso wichtig ist die Klärung des grundlegenden Konzeptes, ob Zier- bzw. Nutzgarten, Wasser- oder Rosengarten, Kräuter- und Steingarten oder eine Kombination aus mehrerer Gartentypen, wenn es die Grundstücksgröße zulässt; nicht vergessen sollte man bei der Planung auch den Zeitaufwand für die nachfolgende Pflege des Gartens. Bei der Auswahl der geeigneten Pflanzen ist nicht nur deren Aussehen wichtig sondern auch die Ansprüche an Boden und Licht; sehr hilfreich ist dabei eine gute fachliche Beratung in einer Gärtnerei oder Baumschule. Im hinteren Gartenbereich sollte auch ein Platz für Kompostierung eingeplant werden, denn durch den eigenen Gartenkompost spart man viel Dünger und hat immer gute Humuserde bei Neuanpflanzungen zur Verfügung.

Nach der Planungsphase folgt die Umsetzung des Entwurfes in die Realität. Bei der Ausführung kann es durch Bodenhindernisse (z.B. oberflächennaher Fels) zu Schwierigkeiten kommen, was dann unter Umständen eine erneute Planung notwendig macht; eine vorhergehende Baugrund- bzw. Bodenuntersuchung mittels Bohrstock verhindert solche unliebsamen Überraschungen. Im Rahmen der geplanten Bauarbeiten werden zu Beginn die dauerhaften Elemente im Garten angelegt oder der Platz dafür reserviert. Wichtig ist zunächst die Anlage von Wegen, Zufahrten und Treppen sowie die Fundamente für Sitzplätze, Gerätehaus, Pavillon oder Gartenkamin; Trockenmauern und Gartenteich können auch später noch an den freigehaltenen Stellen eingerichtet werden. Als natürliches und pflegeleichtes Baumaterial für Gartenwege empfiehlt sich ein Belag aus Kies, Treppenstufen können aus imprägnierten Rundhölzern relativ einfach selbst hergestellt werden. Die Bauausführung der Wege und Fundamente sollte sehr sorgfältig geschehen, da diese Arbeiten im Nachhinein nur mit großem Aufwand rückgängig gemacht oder verändert werden können. Nach diesen Grundarbeiten kann die eigentliche Gartenarbeit mit dem Pflanzen der entsprechend ihrer Eigenschaften ausgewählten Gewächse erfolgen. Wenn der Garten umzäunt wird, sollte man darauf achten, dass die Zaunelemente mit der Gartenanlage und dem Stil des Hauses harmonieren.

Selbst ein fertig angelegter Garten bringt Arbeit, denn zu einer richtigen Erhaltung bedarf er ständiger Pflege (u.a. Rasen mähen, Hecken schneiden, Bewässern, Neupflanzungen). Durch das Einbringen verschiedener architektonischer Elemente wie berankte Rundbögen oder eine Pergola lässt sich das Aussehen nachträglich noch verändern; auch ein phantasievoller Heckenschnitt (v.a. bei Buchsbaum) trägt zu einer neuen Ansicht bei – der Garten ist jedes Jahr wieder eine Herausforderung.