Tipps für den Garten

Wer mag sie nicht: Erdbeeren! Unter den vielen Tipps für Ihren Garten wird dieser besonders sein: Haben Sie schon einmal über Erdbeeren fürs nächste Jahr nachgedacht?

Leuchtend rot, frisch gepflückt, mit cremiger Schlagsahne serviert – so stellt sich die Erdbeere bei Groß und Klein als Inbegriff des Sommers dar. Wenngleich heutzutage durch Importe das ganze Jahr über die süßen Früchte gekauft werden können, so schmeckt keine einzige so gut wie die, die im eigenen Garten wächst. Wenn Sie also im nächsten Jahr Ihre eigene Ernte einfahren möchten, sollten Sie bereits in diesem Sommer mit dem Anlegen der Beete beginnen. Vorab müssen Sie sich natürlich entscheiden, welche Sorte Sie anpflanzen möchten, denn Erdbeere ist nicht gleich Erdbeere. Die Früchte wie wir sie kennen stammen zwar alle von einer Kreuzung ab, die vor über 200 Jahren in Amerika hergestellt wurde, doch zahlreiche Neuzüchtungen führten zu einer schier unüberschaubaren Anzahl an Erdbeersorten, die sich durch Farbe, Form und natürlich Geschmack unterscheiden. Am besten testen Sie frische Beeren auf einem Wochenmarkt und entscheiden dann, welches Aroma Ihnen zusagt.

Die Sorten

Am weitesten verbreitet sind einmal tragende Gartenerdbeeren, die etwa von Mai bis Juli geerntet werden können. Zu ihnen gehören etwa Senga Sengana, Elvira, Korona, Symphony oder die Elsanta. Diese Pflanzen sind selbstfruchtbar und können somit einzeln gesetzt werden, während ältere Sorten wie die Mieze Schindler oder die Königin Louise eine weitere Sorte zur Bestäubung in direkter Nachbarschaft benötigen. Dennoch empfiehlt es sich zwei unterschiedliche – möglichst eine frühe und eine spätere – Sorten anzubauen. Damit verlängern Sie die Zeit der Ernte und erzielen höhere Erträge durch verschiedene Bestäubersorten.

Der Untergrund

Sorgen Sie dafür, dass der Boden locker und humusreich ist und der Standort möglichst vollsonnig und etwas windgeschützt liegt. Wahlweise können Sie die Pflanzen auch auf leicht erhöht angelegten Reihen aus einem Sand-Humus-Gemenge anbauen, was jedoch etwas mehr Arbeit macht. Am besten gedeihen sie, wenn zuvor im Beet Schmetterlingsblütler wie Bohnen oder Erbsen standen. Nach dem dritten Jahr ist es ratsam den Standort zu wechseln und hierbei die eigenen Ableger, die sie in Töpfen heranziehen können, zu verwenden.

Die Pflanzung

Wenn Sie Reihen anlegen, sollte Sie etwa 40 cm Platz dazwischen lassen, innerhalb der Reihen zwischen den Pflanzen ungefähr 25 cm. Es muss ausreichend Feuchtigkeit garantiert sein und Unkräuter müssen von Anfang an bekämpft werden. Am besten wird hierbei mit einer schmalen Hacke der Boden ganz flach bearbeitet. Hilfreich ist auch Stroh oder trockener Rasenschnitt, der unter die Pflanzen flächig ausgebreitet wird. Bei eigenen Ablegern ist zu bedenken, dass die Jungpflanzen nach wenigen Generationen ihre typischen Sorteneigenschaft verlieren, daher sollte man regelmäßig den Bestand mit neuen Pflanzen ergänzen.